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Hotel Olimpico
(Küste südlich von Salerno)
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Die Amalfiküste

Das Land wo die Zitronen blühen

Der apenninische Ausläufer zwischen Positano und Salerno bildete eine stark zergliederte Kuste, an der keine gröberen Ansiedlungen möglich sind. Nur an den Mundungen einiger Taler wird die Kuste sanfter und bildet kleine Buchten und Strande. Trotz dieses unebenen und steilen Gebietes weisen einige Spuren darauf hin, dab die Gegend schon im fruhgeschichtlichen Zeitalter bewohnt war. Aus dem Mesolithikum (vor ungefähr 8500 Jahren) stammen die Funde aus den oberen Schichten in der Grotte, die sich in der Gegend von La Porta bei Positano befindet; die aus den unteren Schichten stammenden Funde gehören hingegen in das Palaolithikum (vor ungefähr 11.000 Jahren).

Im Bereich der ganzen amalfitanischen kuste gibt es keine Hinweise, dab es hier bis zum römischen Zeitalter feste Niederlassungen  gegeben hatte, obwohl die südlich und nördlich angrenzenden  Gebiete verschiedenartig bevölkert waren. Nur die kleinen Inseln vor Positano, als „Li Galli“ bekannt, galten im spaten Bronzezeitalter als Ansitz der Sirenen.

Die agaischen Seefahrer der Antike hielten die Inselgruppe für die Verkörperung  der drei Sirenen Ligea, Leucosia und Parthenope, die sich das Leben genommen hatten, nachdem Odysseus vor ihren berauschenden Gesangen geflohen war. Die Episode wird von Homer erzahlt und bezeugt , wie die alten agaischen Seefahrer sich der Gefährlichkeit des Ortes bewubt waren und dies mündlich überlieferten.

Es handelt sich hier um die Personifizierung von Naturgewalten. Außerdem war diese Gegend schon seit dem 15.Jh. v. Chr. ein notwendiger Durchgangsort für jene agaischen Seefahrer, die ihre Handelsstutztpunkte in Kampanien hatten (Paestum, Polla, Sala Consilina, Ischia, Vivara). Es handelt sich Kampanischen Kustenabschnitten verschiedene Kulturen, deren Anwesenheit durch mehrere archäologische Funde bezeugt werden kann. Diese Funde betreffen vor allem verschiedenartige Bestattungsformen der einzelnen Volker.

Wahrend am nördlichen Teil der Kuste die einheimische Bevölkerung, die oskischen Ursprungs ist, ihre Toten eingrub, gibt es in der Ebene des Sarno und in der Nekropole von Vadalillo auf der südlichen Seite, bei Massalubrense, identifizieren sein. Die örtliche Bevölkerung wurde nicht nur von den Griechen, sondern auch von den Etruskern in der zweiten Halfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. Beeinflut.

Die Kuste bildete, auch wenn sie vielleicht nicht unter der alleinigen Kontrolle einiger dieser Bevölkerungen stand, ein felsiges ungastliches Grenzgebiet zwischen zwei fruchtbaren und deshalb begehrten Ebenen. Eine dieser Ebenen liegt gegen Norden, an der Mundung des Flusses Sarno, und die andere liegt gegen Suden, an der Mundung des Sele. Aber der Wirkungskreis der  Etrusker verringerte sich im Laufe der Zeit immer mehr zu Gunsten der hellenistischen Expansion und die Schlacht bei Cuma im Jahre 474 v. Chr., Poseidonia, das spätere Paestum, wurde im darauf folgenden 4. Jahrhundert geschlagen. Der Krieg zwischen den Samnitern und den immer starker werdenden Römern, wurde schließlich von den Römern gewonnen, die dann die ganze Region Kampanien unter ihre Herrschaft brachten.

Im Jahre 268 v. Chr. deportierten die Romer die rebellische Bevölkerung der Picener in die heute ungefähr der Provinz Salerno entspricht. In diesem Gebiet, das von den Lukanern besetzt war, befanden sich die Städte Eburum (Eboli), Salernum (Salerno) und Picentia (Pontecagnano), diese letzte Stadt war die wichtigste der Gegend und gab der ganzen Provinz ihren Namen.

Für die Romen war die Kuste nun nicht nur ein obligatorischer Durchgangsort, sondern hauptsachlich ein exklusiver Ferienort, der sich für ihre raffinierten Ftreizeitbeschafitigungen gut eignete. So wurden im Laufe des l. Jahrhundert n. Chr. die prächtigen Villen bei Positano, auf den Inseln „Li Galli“ und bei Minori gebaut. Die Uberrestre dieser Villen mit ihren Sarkophagen und Urnen, mit Teilen des Marmors, die in verschiedenen Gegenden der Kuste, aber auch im angrenzenden Inland gefunden wurden, zeigen uns, dab sich in dieser Gegend vor allem reiche Patrizier niedergelassen hatten.

Es ist außerdem anzunehmen, dab neben den Herrschaftsvillen auch die Freigelassenen und die Sklaven ihre Niederlassungen hatten. Sie betrieben die Landwirtschaft indem sie die eroberten Gebiete bonifizierten und an der felsigen Kustenlandschaft viele kleine Felder urban machten.

Capri war nach der Zeit des Kaisers Tiberius nicht mehr ein attraktiver Anziehungspunkt für den römischen Adel, es wurde ein Verbannungsort. Dadurch verloren die Residenzen auf der Insel ihren exklusiven Wert und verfielen im Laufe der Zeit. Sie wurden vom bekannten Vesuvaus-Bruch im Jahre 79 n. Chr. schließlich endgültig zerstört. Im 5. Jahnhundert n. Chr. verursachten die Einfalle der Barbaren in Kampanien, dab sich die Flüchtlinge in die abgelegeneren Gegenden der Kuste zurückziehen mubten, die zwar sicherer waren, aber auch öde und unwirtlich. Die Ansiedlungen längs der Kuste vermehrten sich und bildeten eine noch von der „latinitas“ beherrschte Gemeinschaft. Die Region Kampanien wurde dann später auch der Schauplatz des Endkampfes zwischen den Goten und den Byzantinern um die Herrschaft über die ganze apenninische Halbinsel (553 n. Chr.).

Der Sieg der Byzantiner war allerdings nur ein vorübergehender Sieg, da sie schon 568 n. Chr. von den Langobarden erneut besiegt wurden. In Kampanien blieb nur das Gebiet zwischen dem Golf von Gaeta und dem Golf von Salerno, mit Neapel als militärischen Stutzpunkt und als Verwaltungszentrum, unter der Herrschaft der Byzantiner. Salerno hingegen wurde von den Langobarden beherrscht und stellte den natürlichen strategischen Ausgangspunkt dar, um die immer starken werdenden Seestädte, wie Amalfi und Sorrent, die noch von Byzanz abhängig waren, unter Kontrolle zu halten. Diese mehr formelle als wirkliche Abhängigkeit horte langsam auf: Sorrent wurde ein unabhängiges Herzogtum, wahrend Amalfi sich zur glänzenden Seerepublik entwickelte.

Die Amalfitaner schufen dank ihres Talents in der Seefahrt und der Unternehmungslust im Handelswesen einen produktiven Kontakt zwischen dem Orient und dem Abendland und benutzten dafür die heimischen Gewässer, die aber auch von den Sarazenern unsicher gemacht wurden. Im 11. Jahrhundert wurde die politische und militärische Lage in Süditalien, die sich bereits seit Jahrhunderten auf Grund der zahlreichen Konflikte zwischen Langobarden, Byzantinern und Arabern, in einem unstabilen Gleichgewicht befand, durch die Invasion der Normannen zu einem neuen Konfliktherd.

Neapel, Amalfi und Sorrento verloren im 12.  Jahrhundert ihre Unabhängigkeit, indem sie in das grobe Reich, das ganz Süditalien umfabte, eingeschlossen wurden. Mit der Unabhängigkeit verlor Amalfi auch seine vorherrschende Position im Handel zu Gunsten anderer Seerepubliken, wie Venedig, das nun Amalfi im Handel mit dem Orient ersetzte. Pisa hingegen, plünderte und zerstörte Amalfi mit Feuer und Schwert bei den Überfallen in den Jahren 1135 und 1137. Trotz allem gelang es Amalfi eine Handelsaktivitat aufrecht zu erhalten, auch wenn sie nunmehr reduziert war.

In der Zwischenzeit erfolgte dank der dynastischen Krise der Altavilla eine Annäherung des normannischen Hofes an die grobte politische Macht des Mittelalters: das deutsche Reich. Die Heirat zwischen Heinrich VI (Sohn des Friedrich „Barbarossa“) und der Costanza Altavilla (Tochter des Roger II ) verursachte den Übergang des südlichen Reiches der Normannen an die Stauffen. Dieser Übergang verlief natürlich nicht problemlos und im ganzen Reich brach eine grobe Krise aus. Ab 1220 kam dann ganz Süditalien fest unter die Kontrolle des jungen Kaisers Friedrich II, der dann seine zentrale Herrschaft schuf. Aber das Streber nach Autonomie der groben Zentren in Kampanien – Neapel in erster Linie – das durch den kaiserlichen Absolutismus gedampft worden war, erwachte erneut und explodierte geradezu nach dem Tod des Kaisers (1250). Das schuf dann die natürlichen Vorraussetzungen – hier war auch Papst Innozenz IV. mit im Spiel – für die Thronbesteigung der Anjou (1266). Unter den Anjou wurde Neapel zur Hauptstadt des Reiches und die Kustenstadte, unter anderem Amalfi und Positano, belieferten die königliche Flotte mit Schiffen und Seeleuten und erhielten dafür erhebliche Privilegien.

Schon seit den vorhergehenden Auseinandersetzungen mit Sizilien (Sizilianische Vesper), brauchten die Anjou eine grobe Anzahl von Schiffen, um die Insel, die unter aragonesicher Herrschaft stand, zurückzuerobern. Der dynastische Streit zwischen den Anjou von Frankreich und den Anjou Durazzo, der nach dem Tod von Johanna I. ausbrach (1382), hatte grobe Auswirkungen auf die sorrentischen und amalfitanischen Zentren, die auch untereinander in Konflikt standen, indem sie bald die eine und bald die andere Fraktion der Thronfolger unterstutzten.

Diese Streitigkeiten endeten nach dem Tod Johannas II. (1435) und führten zur entgultigen Behauptung der Aragoneser, die dann 1442 triumphal mit Alfons von Aragon in Neapel einzogen. Die Schulden, die in dieser Situation zuerst von den Anjou und dann von den Aragonesern gemacht worden waren, trugen dazu bei, dab viele Kustenortschaften unter eine Feudalherrschaft kamen. Amalfi wurde dem Venceslaos Sanseverino gewahrt, Salerno der Familie Colonna, dann den Orsini und schließlich den Sanseverino;  Angri, Gragnano, Lettere, Pimonte, Le Franche, die Inseln Li Galli und Positano dem Raimondo Orsino und dann Giovanni Sanchez De Luna. Sorrent hingegen  gehörte immer – außer einer relativ kurzen Zeit – dem königlichen Hause an. Die Ausbreitung der Feudalherrschaft ist ein Zeichen der groben Macht, die der Adel im Laufe der Konflikte zwischen den Aragonesen und den Anjou, die stark verschuldet waren, erreicht hatte. Der Versuch, die Vorrechte der Krone wieder herzustellen, verursachte 1485 den Aufstand des örtlichen Adels.

Dieser Aufstand, Congiura dei baroni genannt, wurde von Papst Innozenz VIII, gegen König Ferrante unterstutzt und wurde vom Prinzen Sanseverino von Salerno und einem Grobteil der örtlichen Adeligen angeregt und gefordert. Die ribellischen Prinzen und Barone, die nach Frankreich geflohen waren, versuchten Karl VIII. zu überreden, nach Italien zu ziehen um dem Adel beizustehen, der jene Privilegien für sich erneut behauptete, die unter den Aragonesern abgeschafft worden waren. Mit der Hilfe des Ludovico „il Moro“ von Mailand, lieben sich die Franzosen in Neapel nieder. Das war der Anfang der Auseinandersetzungen mit dem spanischen Könighaus um die Aufteilung der Gebiete in Italien.

Der Konflikt zwischen Ludwig XII., dem Nachfolger Karls VIII., und Ferdinand dem Katholischen in Spanien, endete mit dem Vertrag von Blois (1504), der das Reich Neapel dem spanischen Königshaus zuteilte. Von nun an wurde das Reich Neapel ein Teil des grossen Reiches Karls V., In der ersten Halfte des 16. Jahrhunderts wurde die Kuste mit Festungen ausgestattet, um sie vor den dauernden Angriffen der Piraten zu verteidigen. Die spanische Regierung zeichnete sich durch den extremen Steuerdruck, von seiten der arroganten und parassitaren Aristokratie aus, die, wenn sie auch gerecht regierte, sämtliche Steuergelder den langwierigen und kostspieligen Konflikten, wie dem dreibigjahrigen Krieg, zukommen lieb. Auf dem Höhepunkt dieser gespannten Lage (1647) stand ein Aufstand des neapolitanischen Volkes, angerfuhrt von Masaniello, dessen Familie aus Amalfi stammte.

Im laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurde die Kuste mit vielen neuen Bauten und Monumenten ausgestattet, die die architektonische und urbanistische Lage erneuerten. Im darauffolgenden Jahrhundert wurde die amalfitanische Kuste zuerst Joseph Bonaparte und dann unter Joachim Murat zum begehrten Ziel ausländischer Reisender.
Diese Gegend wurde allgemein bekannt und berühmt und der Tourismus, der sich seitdem immer mehr entwickelte, wurde so eine der wichtigsten Quellen des Wohlstands.

     Architektonische Aspekte der amalfitanischen Kuste
Die lange Isolierung der amalfitanischen Kuste (bis Ende 19. Jahrhundert war sie weitgehend nur vom Meer erreichbar) hat dazu beigetragen, dab sich viele Traditionen erhalten haben. Dieses Nachhalten ist auch in der Architektur nachweisbar, insbesondere in den typisch gewölbten Dächern der Hauser. Diese besondere Bauart – in Italien nicht nur in dieser Gegend zu finden, sondern auch in anderen südlichen Orten – hat mehrere Diskussionen ihren Ursprung betreffend hervorgerufen. Trotz all der verschiedenen Interpretationen, die von den verschiedensten Wissenschaftlern gemacht worden sind, geht es in erster Linie darum, ob diese Bauweise, d.h. die Gewölbe, islamischen Ursprungs sind. Für diese These wurden ähnliche Bauten aus der gleichen Epoche sprechen, die sich in Tunesien, Algerien (hauptsachlich in der Stadt El Qued, auch die Stadt der 1000 Kuppeln genannt), an der Kuste des Libanon und im Gebiet um Assuan befinden.

Die Untersuchungen, die gegen diese These sprechen, weisen darauf hin, dab es nicht nötig war, diese Bautechnik von den Arabern zu übernehmen, da sie schon den Römern bekannt war, die sie bei ihren Bauten an der Kuste angewandt hatten, da dort keine Dachziegel produziert wurden, die die Herstellung von schiefen Dächern ermöglicht hatten. Dazu kommen noch die Bemerkungen in Bezug auf die Spontaneität dieser Bauweise, beziehungsweise ihr ländlicher Ursprung. Die typischen Hauser mit ihren gewölbten Dächern sind tatsachlich sehr mit der Arbeit auf dem Land verbunden, obwohl sie sich nahe am Meer befinden. Man kann deshalb behaupten, dab sie von einer doppelseitigen Kultur abhangen, das heißt eine Festlandkultur bäuerlichen Ursprungs, die aber eng mit dem Meer verbunden ist und ihr Interesse auch in der Schiffahrt und im Handel hatte.

Diesen zweiten Aspekt haben insbesondere die Amalfitaner im Mittelalter entwickelt. Viele der noch heute erhaltenen Hauser mit ihren Gewölben und Kuppeln gehen auf dieses Zeitalter zurück. Ohne erneut auf die Diskussion über den Ursprung der Gewölbe zurückzugehen, können einige Punkte in der Entwicklung dieses architektonischen Modells festgehalten werden:   
1) Tonnengewölbe: älteste Gewolbeform, schon von den Römern angewandt, z.B. Villa in Minori.
2) Kreuzgewölbe: zu finden in Gebäuden der amalfitanischen Kuste ab dem 12. – 13. Jahrhundert.
3) Gewölbe „a schifo“ oder „gaveta“: ersetzt im 16. und 17. Jahrhundert das Kreuzgewölbe.
4) Hallenge wölbe: im 19. Jahrhundert die am meisten verbreitet Gewolbeart, die oft durch das       Facherge wölbe ersetzt wurde. Leider wurden viele dieser alten Gebaudeformen  durch skrupellose Verbauungen in den letzten Jahrzehnten zerstört. Die antiken Gewölbe wurden in moderne, flache Dächer aus Zement umgebaut und die antiken Kuppeln wurden abgerissen, zu gunsten neuer Wohngebäude.