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Positano, Italien, Amalfitanische küste, Amalfitana Hotel Olimpico
Die
ersten menschlichen Spuren im Gebiet von Positano befinden sich in einer
Grotte in der Gegend „La Porta“. Die unteren Schichten gehen auf das
Palaolothikum zurück, wahrend die oberen Schichten aus dem Mesolithikum
stammen. Die Grotte war also in einem Zeitraum, der von 13.000 bis 8000
Jahre geht, besiedelt. Es handelt sich nur um isolierte Spuren einer
Ansiedlung in diesem Gebiet. In den folgenden Epochen befabt sich nur die
Mythologie aus der spaten Bronzezeit mit dieser Gegend. Homer erzahlt die
schon erwähnte Episode mit den Sirenen, die sich hier herumtrieben. Die
Legende, die von den agaischen Seefahrern der Antike mündlich überliefert
wurde, sah in den drei kleinen Inseln vor Positano, die heute „Li Galli“
genannt werden, die Verkörperungen der drei Sirenenen Ligéa, Leucosia und
Partenope, die sich aus Verzweiflung ins Meer gestürzt hatten, weil
Odysseus vor ihren Gesangen geflohen war. Die Inselgruppe war seit dem 15.
Jahrhundert v. Chr. für die Achäer ein wichtiger Durchgangspunkt auf dem
Weg zu den Inseln Ischia und Vivara. Die drei kleinen Inseln wurden noch
im klassischen Zeitalter von Strabon Sirenuse genannt. Seit dem 1.
Jahrhundert n. Chr. erwählten einige römische Patrizier die schönsten
Buchten der Kuste, darunter auch Positano, als geeignete Orte für ihre
prachtvollen Villen. Laut einiger Geschichtsschreiber gehörte die Villa
von Positano dem Posides, ein Freigelassener des Kaisers Claudius; daher
der Name Posidianum für die ganze Ansiedlung. Im Mittelalter ist die
Geschichte der Kuste von einem dichten Nebel umgeben und es ist deshalb
schwer den Ursprung einiger Ortschaften festzustellen. Die ersten
geschichtlich glaubhaften Notizen über Positano stammen aus dem 9.-10.
Jahrhundert n. Chr. Positano hotel.
Sie
befassen sich mit dem Ansitz eines Benediktinerordens, der sich dann zur
Abtei von Santa Maria und San Vito entwickelte. Seit dem 11. Jahrhundert
wurde dieses Kloster in die Kongregation der Benediktiner eingeschlossen,
die sich in Cava die Tirreni niedergelassen hatten und in der dortigen
Abtei der Hl. Dreifaltigkeit ihre zentrale Verwaltung hatten. Ein Grobteil
der Geschichte Positanos ist eng mit jener des Klosters von Santa Maria
und San Vito verbunden. Dieses Kloster übte über Positano nicht nur die
geistliche Macht, sondern auch die weltliche Herrschaft aus, in Form einer
Unterdruckung und Ausbeutung feudalen Ursprungs. Die Bevölkerung war
gezwungen, erhebliche Steuergelder und Gabellen den Geistlichen zu zahlen.
Das verursachte natürlich eine grobe Unzufriedenheit. Erst nach dem Tode
des Königs Robert von Anjou (1343) wurde diese Abhängigkeit Positanos vom
Benediktinerkloster abgeschafft. Nach der Befreiung von dieser
Vasallenherrschaft, entwickelten die Einwohner von Positano ein blühendes
Seewesen, mit dem sie Handel betrieben und so selbst mit Amalfi
wetteiferten. Amalfi war nach der Eroberung von Seiten der Normannen im
Jahre 1131 immer mehr in eine unaufhaltsame Krise geraten. Die Amalfitaner
waren nicht mehr imstande, ihre vorherrschende Stellung im Handelswesen
aufrechtzuerhalten, besonders nach der veränderten politischen Situation
auf der Halbinsel und der Behauptung der Pisanischen und katalanischen
Händler im Thyrrenischen Meer. Das neue Herrscherhaus im Suden, die Anjou,
hatte wahrend des zwanzigjährigen Konfliktes der Sizilianischen Vesper
(1282) die Stadt geschwächt, indem sie ihr die Schiffssperre auferlegten
und die Flotte in Beschlag nahmen, um sie nach Sizilien zu schicken. In
diesem Zusammenhang von Ereignissen und Situationen war es den Einwohnern
Positanos endlich möglich, eine wenn auch nur vorübergehende
Unabhängigkeit zu erreichen, das vielleicht mehr dank der geschwächten
Stellung Amalfis als auf Grund ihres Verdienstes. So begaben sich die
Galeeren Positanos in die wichtigsten Hafen Liguriens, in die Provence und
nach Katalonien. Es ist außerdem erwiesen, dab die meisten Schiffe und
Seefahrer des ganzen Reiches von Positano und Amalfi abstammten, die immer
schon als die erfahrendesten im Schiffbau und in der Schiffahrt galten.Positano
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Zwischen
1348 und 1442, nach dem Aussterben des neapolitanischen Zweigs der Anjou,
gab es harte Kampfe um die Nachfolge im parthenopaischen Reich.
Diese Streitigkeiten endeten mit dem Sieg des aragonesischen Könighauses
über das angiovinische. Das strenge Feudalsystem, die häufigen
Pirateneinfalle, die Pest, die auf Grund der extremen Misere und der
kriegerischen Zerstörungen ausgebrochen war, verursachte eine schwere
wirtschaftliche Krise und das Ende jener Seerepublik, die einst so blühend
war. Positano hotel.
Alfons von Aragon, der neue König des Reiches, hatte grobe Schulden auf
sich genommen, um den Nachfolgekrieg zu bestehen. Er gewahrte so die
Grafschaften von Angri, Gragnano, Lettere, Pimonte, Le Franche, Positano
und die Inseln Li Galli als Lehen. Für Positano fing nun eine lange Zeit
der feudalen Unterdruckung an, die erst 1699 endete, als die Bevölkerung
sich mit einer erheblichen Geldsumme freikaufen konnte, um erneut dem
Reich anzugehören. Positano hotel.
Die Einwohner Positanos hatten deshalb sämtliche Kräfte und Ersparnisse
verbraucht und die meisten von ihnen waren deshalb gezwungen, sich
anderswo eine Arbeit zu suchen. Der Handel und der Schiffsbau, einst
blühend, gingen so unaufhaltsam zurück. Positano hotel.
Durch ihre geographische Lage am Ende der amalfitanischen Kuste war
Positano von den anderen Ortschaften nur vom Meer aus erreichbar oder über
steile Pfade des Berges Lattari. Es blieb deshalb isoliert bis Ende des
19. Jahrhunderts, als die erste Landstrabe, die heutige Staatsstrabe
Nummer 163, gebaut wurde. Von nun an begann die unaufhaltsame Entwicklung
Positanos im Tourismusbereich, der noch heute die grobte Einkommensquelle
für das Stadtchen darstellt.
Topographische Hinweise. Die Ortschaft schmiegt sich an den unteren
Ausläufer des Monte Comune und wird von einer einzigen, kurvenreichen
Straße durchquert, die Via Pasitea, die vom Gemeindehaus bis zur Piazza
dei Mulini fuhrt. Die Straße nennt sich dann, am Anfang der Steigung bis
zur Kreuzung mit der Straße nach Amalfi, Via Cristoforo Colombo. Mehrere,
oft extrem enge aber immer sehr malerische
Treppen,
durchqueren die krippenartige Szenographie des Dorfes.
Von der Piazza die Mulini kommt man zur kleinen Piazza Flavio Gioia, wo
sich die Kirche S.Maria Assunta mit ihrer typischen Majolikakuppel
befindet. Das Innere der Kirche ist durch. Saulen in drei Schiffe geteilt.
Im rechten Querschiff ist eine Beschneidung Christi des Fabrizio Santafede
(1599) aufbewahrt und auf dem Hauptaltar eine Madonna mit dem Kind im
byzantischen Stil aus dem 13. Jahrhundert.
Auf der rechten Seite der Kirche steht der Glockenturm. Über dem Portal
des Turmes ist ein grobes Marmorrelief eingebaut, das ein Pistrige
darstellt, ein Meeresungeheuer, das sich im Mittelalter im Boden der
Kirche der Assunta befand, gemeinsam mit anderen Mosaik- und Marmorresten,
die auf der hinteren Seite des Turmes eingebaut sind. Langs der Rampa
Teglia gelangt man in die Krypta, der älteste Raum der Basilika, über dem
dann der neue Teil der Kirche erbaut wurde. Positano hotel.
In der Nahe der Kirche, halb verdeckt von Ablagerungen und von Geschaften,
befinden sich die Überreste einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert
n. Chr., die wahrscheinlich die Villa des Posides ist; daher stammt auch
der Name Posidianum, das heutige Positano.
Westlich der Marina Grande liegt der Strand Fornillo, wahrend östlich vom
Dorf die Strande La Porta, Fiumicello und Arienzo liegen. Die Fraktionen
Montepertuso (350 m.u.d.M.) und Nocella (420 m.u.d.M.) bieten
Möglichkeiten für angenehme Spaziergange mit herrlicher Aussicht und
unvergleichbarem Zauber.
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